Pferdetrensen – Worauf muss man achten?
Bei der Wahl der richtigen Pferdetrense sollten Reiter auf wichtige Kaufkriterien und Aspekte achten.
Vor allem die Verarbeitung und die Verwendung von Materialien sollten beim Erwerb von Trensen in Betracht gezogen werden. Hierbei bieten der heutige Markt und die Vielzahl an Herstellern eine facettenreiche Auswahl an unterschiedlichsten Materialien mit Vorzügen, aber auch Nachteilen.
Trensen, die beispielsweise mit Argentan verarbeitet sind, weisen eine handelsübliche Legierung auf, welche auch unter den Bezeichnungen „German silver“ oder Neusilber bekannt sind. Weiterhin besteht die Legierung aus Nickel, Zink und Kupfer, wobei die Trensen auch Argentan zwar sehr stabil und langlebig sind, jedoch auch Allergien auslösen können.
Das Verarbeitungsmaterial Edelstahl hingegen zeichnet sich vor allem durch seine Optik, Glätte und Haltbarkeit aus und ist gleichzeitig in seiner Pflege sehr unproblematisch. Eisen jedoch könnte aufgrund des starken Metallgeschmackes den Speichelfluss des Pferdes fördern.
Des Weiteren können auch Pferdetrensen vorgefunden werden, die mit Gummi verarbeitet werden. Zwar ist Gummi ein weiches und dementsprechend pferdefreundliches Material, beherbergt bei schlecht kauenden Pferden jedoch die Gefahr, dass sich das Pferd ernsthaft verletzen kann. Zudem ist beobachtet werden, dass Gummigebisse eine negative Wirkung auf Pferde ausüben und sie sogar dazu bringen, auf die Anweisungen des Reiters nicht mehr zu reagieren. Falls sich der Reiter nun für ein Gummigebiss entscheidet, sollte er berücksichtigen, dass die Trense einen Metallkern aufweist und so nicht mehr durchgebissen werden kann.
Weiterhin gilt zu beachten, dass Kupfer als Verarbeitungsmaterial zwar als Gebissmaterial zu weich ist, jedoch einen angenehmen Geschmack für das Pferd hat. Daher sollte Kupfer nur als Grundlage einer Legierung für das Gebiss eingesetzt werden.
Bei der Wahl der richtigen Trensen sollten jedoch nicht nur die verwendeten Materialien, sondern auch das Gewicht des Gebisses beachtet werden. Vor allem bei Metallgebissen können Kunden zwischen hohlen und massiven Gebissen unterscheiden. Obgleich die Vermutung nahe liegt, ein hohles Gebiss wiegt weniger und ist daher pferdefreundlicher, ist dies nicht immer der Fall. Schließlich kann ein hohles Gebiss aufgrund seiner Leichtigkeit unruhig anliegen, da es sich im Pferdemaul leicht verschieben kann. Auch besteht bei hohlen Gebissen die Gefahr, dass sie von dem Pferd durchgebissen werden. Ein massives Gebiss liegt nicht nur ruhig im Maul, sondern kann auch nicht durchgebissen werden.